Bemerkenswert

Blogumzug

Viele von euch begleiten mich hier auf WordPress schon von Anfang an, also schon ganze drei Jahre.

Nun ist es für mich aber an der Zeit – oder besser gesagt für meinen Blog – umzuziehen.

Grund dafür ist die DSGVO, welche am 26. Mai in Kraft tritt und die man mit dem Standard-Tarif bei WordPress fast nicht umsetzen kann. Nun wird mein Blog eben privat gehostet und zeitgleich mit dem Umzug findet für mich ein weiterer wichtiger Schritt statt: Eine Namensänderung.

Ab sofort heißt dieser Blog (welcher mit allen Inhalten umgezogen wurde) nicht mehr „sternenleben“ sondern „machtnix“ und ist unter dieser Url erreichbar:

https://machtnix.aberdoch.de

Dieser Schritt war schon lange bitter notwendig und ich freue mich schon darauf, weiter zu schreiben und Videos zu drehen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mir auch unter der neuen Adresse hin und wieder einen Besuch abstattet!

eure Klara

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Unsere letzte Chance, das PAG zu verhindern!

Bitte unterschreibt diese Petition, es ist unsere letzte Chance:

https://weact.campact.de/petitions/neues-polizeiaufgabengesetz-pag

immer wieder schockverliebt

immer wieder schockverliebt, das bin ich, wenn ich dich sehe,
du bist neu, aufregend, irgendwie gutaussehend, musikalisch, belesen?
die Zahnrädchen in meinem Kopf bewegen sich, irgendwas schnappt ein
und mein limbisches System, genauer gesagt mein Amygdala – auch Mandelkern genannt was übrigens ein ganz schön unromantischer Name für so etwas gefühlvolles ist –
schreit so richtig schön laut:
ohmeingott, potentieller Traumtyp oder Traumfrau,
mir egal, dass ich dich eigentlich nicht kenne,
du vielleicht die AfD wählst und Feministen „übertrieben“ findest,
alles egal, kann man alles ändern, du bist jetzt hier da, ich find dich toll, du mich doch auch oder etwa nicht, bin ich etwa nicht gut genug, zu jung, zu alt, zu hässlich, zu besserwisserisch, zu wasweißichwas, ich bin doch perfekt für dich oder nicht?
ja, so ungefähr sieht es immer und immer wieder in meinem Kopf aus, wenn ich mich immer und immer wieder
schockverliebe
in dich oder dich oder dich, es geht eigentlich nicht unbedingt um die Person an sich,
mehr um das Gefühl, das so toll berauschend ist und während man in diesem Rausch gefangen ist sieht man die nächste Wand nicht und rennt voll in sie hinein,
aber auch das spürt man nicht so richtig,
die rosarote Watte hat den Zusammenstoß schließlich gedämpft,
wenn auch nur ein bisschen
sodass man mit Anlauf direkt in die nächste laufen kann.

Das nächste große Ziel

Die Ausgangslage

Seit mehreren Jahren befinde ich mich in verschiedenen Phasen des Hochs und Tiefs, manchmal dauern diese einige Tage, manchmal Wochen, manchmal aber auch mehrere Monate. Ich habe oft keine Energie, irgendetwas zu tun und kämpfe verzweifelt damit, diese Fassade aufrecht zu erhalten, die ich über die Jahre aufgebaut habe. Vor meiner Familie, meinen Freunden und auch in der Schule versuche ich immer, mir nichts anmerken zu lassen, auch wenn ich vermutlich manchmal einfach mal Hilfe annehmen sollte. Aber ich habe gelernt damit umzugehen und mittlerweile ist es nicht mehr ganz so schlimm wie am Anfang. Natürlich sind schlechte Phasen immer noch (entschuldigt den Ausdruck) beschissen aber mittlerweile bin ich an dem Punkt angelangt, an dem ich mir selbst sagen kann, dass es wieder besser wird und dass ich auch diese schlechte Phase durchstehen werde.

Am schlimmsten ist eigentlich noch immer der Beginn jedes Tiefs, dieses Gefühl, wieder in dieses Loch zu rutschen, während ich es genau weiß aber nichts dagegen tun kann. Es gibt mittlerweile so viele Menschen, die einem das Bild vermitteln, dass es okay ist, manchmal nicht okay zu sein, aber es gibt niemanden der dir zeigt, wie du gleichzeitig noch immer dein Leben auf die Reihe bekommen kannst.

Was dabei geholfen hat:

Was mir in den letzten Jahren am meisten geholfen hat ist Sport. Klingt ziemlich banal, ist es auch, aber es hilft zumindest mir persönlich sehr.

Ich laufe nun schon seit drei Jahren, dieses Jahr auch erst seit einem Monat wieder so richtig (weil es meine Gesundheit davor nicht zugelassen hat) aber bis jetzt hat es mir immer geholfen die schlechten Phasen zu überstehen und die guten Phasen in die Länge zu ziehen. Ausdauerlauf hat für mich eine sehr meditative Wirkung, ist gleichzeitig sehr anstrengend, sorgt für Endorphinausschüttung im Gehirn und die einzigen Grenzen die du hast, sind die, die du dir selbst setzt.

Ds ist auch einer der Gründe, warum ich mich für einen Halbmarathon im Oktober angemeldet habe und beschlossen habe, euch hier auf meinem Blog durch die Trainingsphase mitzunehmen und von meinen Erfahrungen zu berichten. Keine Sorge, die normalen Posts werden trotzdem noch kommen, nur dieses Projekt eben auch.

Warum ein Halbmarathon?

Ein Halbmarathon ist zwar eine lange Distanz aber keine, die unmöglich zu schaffen ist. 21 Kilometer kann man bewältigen, wenn man sich ausreichend vorbereitet und beim Laufen kommt es nur zur Hälfte auf deine körperliche Verfassung an, die andere Hälfte beruht völlig darauf, wie sehr du es willst. Dieses Ziel zu erreichen hat für mich in den nächsten 6 Monaten höchste Priorität, denn ich will mir selbst beweisen, dass ich es schaffen kann, nicht weil ich muss, sondern weil ich will.

Was für Posts zu meiner Vorbereitung kommen werden

Keine Sorge, ich möchte euch nicht mit meinem Halbwissen und medizinischen Fakten zuspammen, es geht eigentlich mehr um meine persönlichen Erfahrungen, meine Motivation und meine Fortschritte. Ich hoffe, dass ich damit vielleicht den ein oder anderen auch dazu motivieren kann, mit dem Laufen zu beginnen, da es mir persönlich unfassbar viel geholfen hat.

Von Gefühlen und Worten

Ich, ich bin irgendwie nicht ich sondern nur
eine Sammlung an
Gefühlen und Worten und
der Summe aus Erinnerungen und
den Menschen die ich kenne und
die Entscheidungen die ich getroffen habe und
noch viel wichtiger, die, die ich nicht getroffen habe aber
wer
bin ich denn dann überhaupt, bin ich
ein Mensch
oder ein Gefäß
angefüllt mit
Gefühlen und Worten und
was unterscheidet mich denn dann
von dir?

Es ist genug, man selbst zu sein

Wenn man Social Media, vor allem Instagram, öffnet verblasst das eigene Leben und an dessen Stelle tritt scheinbare Perfektion. Durchtrainierte Frauen und Männer, perfekte Haare und wunderschönes Makeup, traumhafte Locations in der Karibik, gesunde oder zumindest perfekt angerichtete Mahlzeiten. Alles muss perfekt sein, das Licht, das Outfit, das Essen, das Gesamtbild deines Feeds.

Für eine lange Zeit habe ich keine Bilder von mir selbst auf Instagram gepostet, einfach weil ich keine Fotos hatte, die mit dieser scheinbaren Perfektion Schritt halten konnten. Auch meine Freundinnen und Bekannte hatten ihr perfekt wirkendes Leben auf Instagram dokumentiert, die gefühlt einzige Ausnahme war ich selbst.

Gestern war ein anstrengender, aber wahnsinnig wichtiger Tag für mich. Meine beste Freundin und ich sind mit meiner Kamera losgezogen, mit dem Ziel, Fotos zu machen. Es ist nicht einmal so, als würde ich mich vor einer Kamera unwohl fühlen, auch wenn ich das immer gerne behaupte. Der Punkt war eigentlich immer, dass ich dachte, man könne von mir keine schönen Fotos machen. Weil ich nicht diese langen Haare habe, die im Licht so schön aussehen, weil mein Gesicht nicht so symmetrisch ist, wie das von allen anderen ach so perfekten Menschen in meiner Umgebung. Früher habe ich es gehasst, fotografiert zu werden, sobald irgendwo eine Kamera aufgetaucht ist, habe ich mir die Hände vor mein Gesicht gehalten, um ja kein Bild zuzulassen.

Gestern war das anders, meine beste Freundin hat einige wirklich schöne Bilder von mir gemacht und als ich das erste davon gesehen habe, war ich ein wenig fassungslos. „Ich wusste nicht, dass ich so hübsch aussehen kann“ war die erste Reaktion.

Ich frage mich, ob ich damit alleine bin, aber ich bezweifle es um ehrlich zu sein. Es gibt so viele Menschen wie mich da draußen, die nicht das Gefühl haben, „hübsch“ zu sein. Klar, innere Werte zählen, Äußerlichkeiten sind unwichtig, aber was wichtig ist, ist Selbstbewusstsein. Und wenn man sich nicht wohl in seiner Haut fühlt, dann leidet man darunter. Wenn man das ganze aber anspricht, dann wird einem meist sofort vorgeworfen, dass man nur Komplimente bekommen möchte. Es gibt sicher solche Menschen, doch die meisten sagen nur ihre ehrliche Meinung.

Ich war immer der Meinung, dass ich einfach durchschnittlich war, nicht besonders hübsch, nicht besonders hässlich, einfach normal. In den letzten Jahren habe ich mehr oder weniger sanft gelernt, dass jeder auf seine eigene Art schön ist, und dass man lernen sollte, sich selbst zu lieben. Deswegen auch das Experiment mit den Fotos, das so viel besser gelaufen ist, als erwartet. Ich bin sehr froh, dass ich das geschafft habe, und es fühlt sich toll an, diese Überwindung aufgebracht zu haben. Denn ich weiß jetzt, dass es meistens genug ist, man selbst zu sein.